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Freenet (Funkanwendung)

Freenet ist ein Produktname der Firma Motorola und bezeichnet eine Jedermannfunkanwendung in Deutschland, die im Jahre 1996 auf Drängen der Firma Motorola in einem Teilbereich der freigewordenen Frequenzen des ehemaligen Mobilfunk-B-Netzes eingerichtet wurde.

Für das Freenet waren ursprünglich nur drei Kanäle im 12,5 kHz Raster freigegeben. Im Januar 2007 wurde der Frequenzbereich um weitere drei Kanäle erweitert.

Zugelassen sind ausschließlich Handfunkgeräte, wobei eine Strahlungsleistung von 500 mW ERP nicht überschritten werden darf. Es dürfen nur speziell zertifizierte und für den Freenet-Funk zugelassene Geräte verwendet werden, denen der Hersteller eine Konformitätserklärung beifügen muss, in der das Gerät genau beschrieben wird. Ferner muss die Bedienungsanleitung klare Anweisung zum Gerätebetrieb enthalten. Alle Geräte müssen zudem mit dem CE-Zeichen gekennzeichnet sein. Die Geräte dürfen vom Benutzer technisch nicht verändert werden. Die Bundesnetzagentur geht heute durch Messungen davon aus, dass die Geräte bestimmte technische Grenzwerte einhalten. Darin sind die Leistung der Geräte sowie die Art der Aussendungen (Modulationsart, Bandbreite, Kanalabstand) streng beschränkt. Der Passus, dass nur Geräte mit fest installierter Antenne benutzt werden dürfen, ist in der Vfg 1 / 2007 ersatzlos entfallen. Externe Antennen dürfen also genutzt werden, jedoch darf nicht mehr als 500 mW ERP abgestrahlt werden. Es sind also evtl. Dämpfungsgliede

r zu verwenden. Eine realistische Reichweite von 500 m bis 1 km ist damit zu erreichen. Signaldämpfungen durch Hindernisse (Häuser, Bäume usw.) sind nicht so hoch wie bei den auf höheren Frequenzen angesiedelten Jedermannfunkanwendungen SRD und PMR446.

Zielgruppe von Freenet sind vor allem semiprofessionelle Nutzer. Der relativ hohe Gerätepreis hat Privatnutzer größtenteils von dieser Funkanwendung ferngehalten. Es hat sich der Einsatz von modifizierten Amateurfunkgeräten etabliert, die gegen die Zulassungsbeschränkungen des Freenet verstoßen und damit Messeinsätze der Bundesnetzagentur nach sich ziehen können, falls Störungen verursacht werden. Daher wird die Verwendung von echten Freenet-Geräten empfohlen.

Um sich Neubelegungen des Frequenzbandes offen zu halten, hatte die Bundesnetzagentur die Nutzung ursprünglich bis Ende des Jahres 2005 befristet. Nach einer Verlängerung gilt die Frequenzzuteilung für Freenet jetzt bis zum 31. Dezember 2015.

Kanaltabelle

Kanal Frequenz
1 149,0250 MHz
2 149,0375 MHz
3 149,0500 MHz
4 149,0875 MHz
5 149,1000 MHz
6 149,1125 MHz

Gateways

Seit neustem ist es möglich, über HF-Gateways weite Distanzen via Internet zu überbrücken. Hier wird ein Programm (z. B. eQSO oder FRN) eingerichtet, welches die empfangenen Audiosignale vom CB-Funk-, PMR-, Freenet oder SRD-Funkgerät ins Internet überträgt und an einem anderen Ort über ein CB-Funk-, PMR-, Freenet- oder SRD-Funkgerät wieder aussendet (siehe auch VoIP).

Freenet im Ausland

Freenet ist eine nationale Funkanwendung, die nur in Deutschland zugelassen ist. Ausländische Telekommunikationsverwaltungen erteilen i.d.R. keine Erlaubnis für die Benutzung von Freenet-Geräten, weil die Frequenzen dort oft für andere Funkanwendungen vergeben sind. Für Funkbetrieb im Ausland empfiehlt sich PMR-Funk, dessen Nutzung europaweit harmonisiert ist.

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